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Gebärmuttermyome: Auswirkungen auf die Schwangerschaft


Gebärmuttermyome sind gutartige Tumore, die sich meist durch ein hormonabhängiges Wachstum auszeichnen und bei etwa 20 bis 40 % der Frauen über 30 Jahre vorkommen. Da die in der Muskelschicht der Gebärmutter gelegenen Tumore in vielen Fällen keine Beschwerden verursachen, werden diese häufig durch Zufall oder auch erst nach Eintreten einer Schwangerschaft entdeckt.

Bei kleineren Myomen sind keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit oder den Verlauf der Schwangerschaft zu erwarten. Je nach Lage, Größe und Anzahl der Gebärmuttermyome ergeben sich – abgesehen von allgemeinen Beschwerden und Risiken – auch Beeinträchtigungen der Fruchtbarkeit und der Schwangerschaft.

 

Beschwerden und Risiken


Sofern Gebärmuttermyome Beschwerden verursachen, äußern diese sich zumeist in Blutungsstörungen, Schmerzen oder Druckgefühl im Becken. Myome können auch Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Subseröse Myome, also Myome, die an der Außenwand des Uterus liegen, beeinträchtigen die Fruchtbarkeit nicht. Ab einer bestimmten Größe oder wenn sie Beschwerden verursachen, sollten jedoch auch subseröse Myome vor der Schwangerschaft entfernt werden. Gleiches gilt für intramurale und submuköse Myome.

Intramurale Myome liegen in der Gebärmutterwand und können ab einer bestimmten Größe oder wenn sie vor dem Eileiter liegen die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Submuköse Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinwachsen, stellen unabhängig von ihrer Größe grundsätzlich eine Beeinträchtigung für die Einnistung des Embryos und den Verlauf der Schwangerschaft dar.

 

Auswirkungen von Myomen auf die Schwangerschaft


Nicht alle Myome verursachen Komplikationen in der Schwangerschaft. Da Gebärmuttermyome gehäuft im Alter zwischen 30 und 40 Jahren auftreten und bei immer mehr Frauen die Familienplanung in dieses Lebensjahrzent fällt, hat aber die Bedeutung von Myomen für den Verlauf einer Schwangerschaft zugenommen.

Grundsätzlich gilt: Je größer das Myom ist, desto wahrscheinlicher sind Komplikationen in der Schwangerschaft. In Einzelfällen kann der erhöhte Östrogenspiegel in der Schwangerschaft das Myomwachstum stimulieren und damit Schmerzen und Druckgefühle verursachen oder zu Lageanomalien des Kindes oder der Plazenta führen. Dies kann dann einen Kaiserschnitt erforderlich machen.

Im ersten Trimester der Schwangerschaft können große Myome außerdem das Wachstum des Embryos so stark beeinträchtigen, dass es zu einer erhöhten Rate von Fehlgeburten kommt. In sehr seltenen Fällen können Myome durch Ihre Lage den Geburtskanal versperren und einen Kaiserschnitt erfordern. Außerdem erhöhen Myome das Risiko für vorzeitige Wehen und starke Blutungen während oder nach der Geburt. Schädigungen des Kindes in der fortgeschrittenen Schwangerschaft sind allerdings selten.  

 

Gebärmuttermyome: Behandlungsmöglichkeiten


Bei bestehendem Kinderwunsch sollten vorhandene Myome durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall und MRT genau beurteilt werden. Dadurch kann abgeschätzt werden, ob möglicherweise die Einnistung des Embryos und der Verlauf der embryonalen Entwicklung beeinträchtigt wird.

 

Operative Entfernung


Eine operative Entfernung der Myome (Myomnukleation) während der Schwangerschaft geht mit hohen Risiken einher. Der Embryo kann durch den Eingriff ernsthaft geschädigt werden – eine Myomnukleation sollte aus diesem Grund vermieden werden. Ebenso wenig eignen sich Hormontherapien während der Schwangerschaft. Bei der Diagnose von großen oder zahlreichen Myomen ist die schonende Entfernung vor dem Eintritt der Schwangerschaft angeraten.

 

Behandlung mit MRgFUS


Besonders schonend und risikoarm ist die Behandlung mit MR-gesteuerten fokussierten Ultraschallwellen. Dabei werden Ultraschallwellen gebündelt und das Myom durch Hitze verkocht. Das umliegende Gewebe wird bei dieser Methode nicht verletzt. Die Gebärmutter bleibt in ihrer Funktion vollständig erhalten. Folgen Sie diesem Link, um weitere Informationen zur MRgFUS-Therapie bei Myomen zu erhalten.

Demgegenüber entsteht bei der Operation eine Narbe, die beim Wachstum und Ausreifen eines Embryos zu einer „Schwachstelle“ der Wand werden kann. Ist dies der Fall droht eine Frühgeburt oder ein vorzeitiger Abbruch der Schwangerschaft.

 

Medikamentöse Behandlung


Durch eine medikamentöse Behandlung der Myome mit Hormonen soll gezielt Einfluss auf deren Größe genommen werden. In der Regel dient eine medikamentöse Behandlung daher der Vorbereitung eines operativen Eingriffs an der Gebärmutter.

Da Hormonbehandlungen einer regelmäßigen individuellen Anpassung bedürfen und unterschiedliche Präparate zur Verfügung stehen, können keine allgemein verbindlichen Empfehlungen ausgesprochen werden. Fragen Sie dazu am besten Ihren behandelnden Gynäkologen.

 

Myomembolisation


Die Myomembolisation stellt eine Möglichkeit dar, Myome erfolgreich zu verkleinern. Die Blutgefäße, die das Myom versorgen, werden über einen Katheter mit sehr kleinen Partikeln verschlossen. Dazu wird ein dünner Katheter in die Leistenarterie eingeführt und unter Röntgenkontrolle in die Arterien des Uterus gesteuert. Über den Katheter werden Partikel gespritzt, die in den Arterien eine Thrombose verursachen. Im Ergebnis führt das zum Absterben des Myoms. Das tote Gewebe wird dann vom Körper abgebaut.

Die Myomembolisation ist bei bestehendem Kinderwunsch nicht geeignet und wird nur angeboten, wenn andere Behandlungsmethoden nicht zur Verfügung stehen. So kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch kleine Gefäße der normalen Gebärmutterwand bei dem Eingriff verschlossen werden. Diese werden aber für das Wachstum und den erhöhten Blutbedarf der Gebärmutter benötigt, wenn ein Embryo ausreift und wächst. Eine Mangelversorgung des Uterus mit Blut kann zu einem vorzeitigen Schwangerschaftsabbruch oder einer Fehlgeburt führen.

Durch den Eingriff können zudem die Eierstöcke oder die Gebärmutter selbst verletzt werden. Diese Komplikationen sind zwar selten, können aber zu einer kompletten Unfruchtbarkeit führen.

 

Myomenukleation


Bei der Myomenukleation werden Myome gebärmuttererhaltend über eine minimalinvasive Bauchdeckenspiegelung entfernt. Bei tiefsitzenden Myomen ist auch die Entfernung über einen Bauchschnitt möglich. In diesem Fall ist die Erholungszeit nach der Operation jedoch länger.

Bei der Myomenukleation entsteht eine Narbe in der Gebärmutterwand. Diese Narbe stellt eine Schwachstelle dar und kann Auswirkungen auf eine nachfolgende Schwangerschaft haben.

 

Häufige Fragen


Kann man mit Myom schwanger werden?

In der Regel beeinträchtigen Myome die Möglichkeit, schwanger zu werden, nicht. Bei ungünstiger Lage, ab einer gewissen Größe oder wenn mehrere Myome vorhanden sind, kann jedoch die Einnistung des Embryos beeinträchtigt oder verhindert werden. Bei anhaltend unerfülltem Kinderwunsch oder wiederholten Fehlgeburten sollten Myome deshalb entfernt werden.

 

Wann kann man nach einer Myom-OP schwanger werden?

Nach einer operativen Myomentfernung sollte frühestens nach 6 Monaten eine Schwangerschaft eingeplant werden. Das gibt dem Körper genug Zeit, die Narbe in der Gebärmutter verheilen zu lassen. Wir empfehlen Ihnen, die genaue Zeit jedoch mit Ihrem Frauenarzt abzuklären.

 

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